Die Wasserpfeife – auch Shisha genannt – sorgte im arabischen Raum schon im 17. Jahrhundert für traditionelles Beisammensein. Aber nicht nur im Orient, sondern auch in Europa ist die Shisha sehr beliebt.

Die Shisha, auch Nargile genannt, besitzt im arabischen Kulturkreis eine lange Tradition. Seit dem 17. Jahrhunder ist dort das Rauchen des mit Melasse und Fruchtaroma versetzten groben Tabaks verbreitet. Der Gebrauch der Wasserpfeife in Europa konnte sich im Gegensatz zu den Genussmitteln Kaffee und Tee jedoch nie durchsetzen. Nun aber scheint der sprunghafte Anstieg von Lokalen, die Shishas anbieten, einen späten Siegeszug des süssen Dufts zu verkünden.

Die arabische Tradition des Wasserpfeifenrauchens sollte als gemütliche Entspannung nach dem Essen oder zum Feierabend auch in Europa verstanden werden.

Pyramiden

Schon im Ägypten der Pharaonen soll eine Art Wasserpfeife geraucht worden sein. Allerdings sind diese Informationen historisch unbestätigt. Die Tatsache, dass die Wasserpfeife zuerst eine ziemlich abenteuerliche Konstruktion war und ursprünglich aus Indien stammen soll, ist jedoch historisch belegt. Dass sich Kokosnüsse, wenn man einen Bambus hineinsteckte, wunderbar zum rauchen eignen, hatten nämlich die Inder erkannt.

Dieselbe Konstruktion wurde auch in Afrika verwendet, bis auf den Unterschied, dass man dort ausschliesslich Kokosnüsse dafür verwendete. Meist sind die heutigen Wasserpfeifen, zumindest die Bowls, der Behälter in der das Wasser gefüllt wird, aus Glas. Aus unterschiedlichem Material besteht dann der weitere Aufbau einer Shisha. Dass die Teile, welche mit dem Wasser in Berührung kommen, aus rostfreiem Edelstahl sein sollten, wird jedoch empfohlen. Die Schläuche, welche aus Kunststoff oder Kautschuck gefertigt werden, sollten regelmässig ausgetauscht und erneuert werden.

So hat eine jahrhunderte alte Tradition auf überraschende Weise überlebt und wird heute noch von Menschen, die gemütliches Beisammensein mit entspannten Gesprächen und Rauchen in Gemeinschaft schätzen, gepflegt. Auch als Ausdruck einer neuen Jugendkultur, welche über viele Grenzen hin weltweit gepflegt wird.